Stilllegung
Dieses Blog wird stillgelegt. Es gibt inzwischen genug gute Blogs zu eLearning und verwandten Themen - siehe Blogroll. Etwaige verbliebene Leser verweise ich auf mein internes Blog im Instituts-Intranet oder auf mein englisches Blog.
Dieses Blog wird stillgelegt. Es gibt inzwischen genug gute Blogs zu eLearning und verwandten Themen - siehe Blogroll. Etwaige verbliebene Leser verweise ich auf mein internes Blog im Instituts-Intranet oder auf mein englisches Blog.
soll eine Überraschung passieren, keine Ahnung was für eine. Da bin ich mal gespannt.
In diesem Film erklärt Graham Attwell aus Wales die Eigenschaften von “e-Learning 2.0″, ohne Hype und in gut verständlichem Englisch. Die ersten 5 1/2 Minuten genügen schon, um das Wichtigste rüberzubringen. Via M. Schiefner.
Hinter dem Begriff “Blended Learning” lassen sich ganz verschiedene Vorstellungen von Innovation in der Lehre verstecken, dafür gab es in der letzten Woche schöne Beispiele:
Die Basler Choreographie erscheint dabei auf einem Diagramm wie eine Schraube, mit der zwei Dimensionen in einem bestimmten Muster verknüpft werden:
(Folie 26). Weitere Dimensionen werden in reicher Fülle herangezogen, z. B. Vermittlung (darbietend vs. entdeckend), Steuerung (gelenkt vs. autonom), Komplexität (aufbauen vs. reduzieren), oder Blickwinkel (differenzieren vs. integrieren). Der Leitgedanke ist, dass Qualität ensteht wenn
“ein Perspektivenwechsel stattfindet und damit der Prozess der Wissenskonstruktion und -rekonstruktion angeregt und unterstützt wird.”
Dabei erinnern die vielen Dimensionen an Jay Cross’ (stark kritisiertes) Mischpult, aber in Basel wird nicht versucht, ein für alle gültiges optimales Mix fest einzustellen, sondern durch Variation die Vielfalt zu berücksichtigen, die m. E. ja auch in den verschiedenen Lernertypen besteht.
A. Back (Uni St. Gallen) hat in ihrem Learntec-Vortrag auf Folie 12 einige Tools hinsichtlich Umsetzbarkeit und Verbesserungspotenzial verglichen, die ich kürzlich nach ihrer Funktionalität verglichen hatte.
Das hohe Verbesserungspotenzial von Weblogs bezweifle ich nicht, aber ich denke, die hohe Umsetzbarkeit wurde möglicherweise danach beurteilt, wie leicht und wie gerne einige Nutzer diese heute schon einsetzen. Wenn man auch diejenigen mit berücksichtigt, die sie gar nicht mögen, dann kommt im Mittel sicher ein viel schlechterer Wert dabei heraus.
Ein weiterer großartiger Vortrag von John Seely Brown zeigt eindrucksvoll die Chancen des “Web 2.0 style” und seine mögliche Anwendung auf die Lehre, um den Herausforderungen unsrer Wissensgesellschaft zu begegnen, die Kreativität, Innovation und “Entrepreneurialism” verlangt und erworbene Fähigkeiten erschreckend schnell obsolet macht.
Dabei stellt er den “Long Tail” in den Mittelpunkt, die Passion der Amateure, viel Praxis und ein (wissenschaftliches) Lehrlings-Verhältnis. Ich fürchte nur, dass er damit den ignoranten Teil des Lehrkörpers in den Elfenbeintürmen eher in dessen Vorurteil bestärkt, dass durch das Web nur das Niveau gesenkt werde, denn Praxis war bei uns schon immer weniger wert als Theorie. Und “digital popular culture, mashups and remix, creative tinkering”! Und dann der Paradigmenwechsel des Web 2.0, weg von den (zeitverschwendenden) Peer-Reviews vor Veröffentlichung hin zu Trust-Filtern nach Veröffentlichung, und hin zu offener Diskussion in Foren, Blogs und Wikis - das alles erscheint vielen sicher als Bedrohung ihrer in der alten Welt erkämpften Position.
Deshalb kann man nur immer wieder betonen, dass neben den herkömmlichen Methoden auch die des Web einmal probiert werden müssten.
Während anderswo noch behauptet wird, E-Learning sei vor allem für die Verwaltungsunterstützung der Bologna-Anforderungen da, ist G. Reinmann schon zwei Schritte weiter: sie zeigt, wie schlecht Bologna und die “technikinduzierte Renaissance einer Bildungsidee” Web 2.0 zusammenpassen, und beschreibt dennoch gleich Wege, wie man die beiden zusammenführen kann. Alle Achtung.
Von der GMW-Tagung im September gibt es Videoaufzeichnungen, in denen schonungslos die Wahrheit über die Zustände des Elearnings in vielen deutschen Unis angesprochen wird.
Chat ist nicht jedermanns Sache, und im eLearning kann er zwar als Virtuelle Sprechstunde nützlich sein, aber für die zentrale Seminar-Diskussion ist das Charakteristikum “multi-threaded” eher hinderlich (negativ ausgedrückt: alle reden durcheinander). C. Smith beschreibt, wie man damit umgehen kann. Via S. Downes, der betont, wie wichtig “multi-threaded” ist. Aber beim freien Chat am Abend nach der Veranstaltung muss der/die Dozent/in ja nicht mehr unbedingt dabei sein.
Das Beobachten des “Radars” und der Educational Technology Blogosphere ging zwar weiter, aber das Berichten darüber ist in der letzten Zeit etwas zu kurz gekommen, da wir viel mit der konkreten Praxis und dem Tagesgeschäft zu tun hatten: neue Organisationsstruktur (”E-Learning-Center”) und vor allem neue eLearning-Plattform (Moodle statt dotLRN). Was ja auch gut so ist; nun haben wir endlich eine nutzerfreundliche Oberfläche und brauchen nicht mehr vergeblich versuchen, die Entwickler zu überzeugen, sondern können versuchen, die Dozenten dafür zu gewinnen.
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